Immer wieder beobachten wir neidvoll die freizuegig gekleideten Frauen in Maennerbegleitung. Muss das einfach sein mit einem Mann an deiner Seite. Man schwitzt nicht unter viel zu dicken langaermligen T-shirts, niemand macht Fotos, keine Rikshafahrer die dich begrapschen. In diesen Tagen in Indien konnten wir viel lernen, wie man mit Schleppern, Betruegern, Rikshafahrern, Kellnern usw. umgeht. Nur, was macht man, wenn man gemuetlich irgendwo sitzt und die Fotosession ist eroeffnet? Wenn das Handy gezueckt wird und mal von vorne, mal von der Seite oder von etwas weiter weg, ein Bild nach dem Anderen geschossen wird? Von europaeischen Frauen hat man hier ein eindeutiges Bild. Natuerlich darf man anfassen. Mitten auf der Strasse die Frage "how much?" spricht Baende. Diskriminiert wegen der Hautfarbe, eine Erfahrung auf die ich durchaus verzichten koennte. Denn in unseren "Kleiner Muck"-Plusterhosen und den weiten T-shirts haben wir uns inzwischen angeglichen. Jede Rundung, jede Kontur, die sich moeglicherweise unter Klamotten abzeichnen koennte ist ordnungsgemaess von den Punjabis (weite T-shirts, die woanders als Kleider durchgehen) verdeckt.
Aber natuerlich machen wir auch gute Erfahrungen. Etwas gebildete Frauen und Maenner zeigen sich freundlich und interessiert. Mit Indien haben wir uns einfach eins der vielschichtigsten Laender ausgesucht, wo sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen dazu gehoeren.
In diesem Sinne: Ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert.
Sonntag, 23. September 2007
Montag, 17. September 2007
Monument der Liebe
Wir fahren also morgen frueh, in unserem Urlaub ist diese Aufstehzeit unglaublich, um 6.00 Richtung Agra, wo der beruehmte Taj Mahal steht. Das Monument der Liebe!
Wie paradox, dass ausgerechnet wir uns das ansehen, aber es ist ja eine sehenswerte Architektur und ein angeblich wundervolles Bauwerk.
Zu den Unwettern, die angeblich hier wueten, koennen wir sagen, dass es uns nicht erreicht, bzw. ein wenig geregnet hat, aber nichts schlimmeres um uns passiert ist.
Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden...
Wie paradox, dass ausgerechnet wir uns das ansehen, aber es ist ja eine sehenswerte Architektur und ein angeblich wundervolles Bauwerk.
Zu den Unwettern, die angeblich hier wueten, koennen wir sagen, dass es uns nicht erreicht, bzw. ein wenig geregnet hat, aber nichts schlimmeres um uns passiert ist.
Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden...
Delhi
Indien, das Land der Gegensaetze. Diese Behauptung laesst sich schon am Beispiel Delhi schnell verifizieren. Unser Guesthouse befindet sich im Center. Von unserem Dach blicken wir auf kleine, enge und dreckige Gassen und in die Behausungen ihrer Bewohner. Offen und lose mit Wellblech abgedeckt halten diese keinem groesserem Regen stand. Ganze Familien leben hier auf kleinstem Raum und koennen sich doch gluecklich schaetzen einen Rueckzugsort zu haben. Delhis Strassen sind voller Menschen. Viele leben dort, zwischen all dem Dreck und Staub, neben den Muellhalden. Kinder spielen barfuss in Schlamm und Kacke. Manche liegen einfach herum und man kann nur hoffen, dass sie noch am Leben sind. Zwischendurch tun sich jedoch Touristenenklaven auf, die mit ihren Designerlaeden, Marken und Hollywoodstars das Bild einer ganz anderen Welt zeichnen - Unerreichbar fuer die meisten. Verlaesst man jedoch die Innenstadt, erreicht man eine Villengegend, die mit ihren imposanten Gebaeuden und Autos, Potsdam Konkurrenz macht. Hier sind die Buergersteige groesser und sauber, die Gruenflaechen gepflegt und die Pallaeste umzaeunt. Immer wieder prallen in dieser Stadt beide Welten aufeinander. Die Menschen scheinen sich mit der Ungleichheit abgefunden zu haben und irgendwie macht es Delhi ja auch aus.
Samstag, 15. September 2007
Ein Internetcafe ist keine Hochladestation.
Leider koennen wir momentan keine Fotos hochladen, da wir Probleme mit dem hochladen haben. Anscheind sind die Bilder zu gross, aber wir hoffen, dass sich das Problem irgendwann gibt, in dem wir bessere Hotels mit Internet aufsuchen.
Wir sind nicht die Perfektion, sondern die Attraktion.
Kinder! Kinder sind toll, aber fuer indische Kinder sind wir Faszination pur, die reichen Westler und gar keine Respekt verdienende Person. Sie rufen hinter uns her. "Hi madam, how are you" danach obszoenes Zeug auf Hindi, dem darauf folgenden Gegacker nach zu schliessen. Sie muessen uns beruehren oder wenigstens fotografiert werden. Sie haengen sich zu fuenft oder sechst an die Rikscha und haben ihren Spass, waehrend der Fahrer vorne doppelt strampeln muss.
Sobald aber ein Polizist kommt sind sie um die Ecke oder ein Mann ihnen an den Ohren zieht fuer wenige Minuten gehemmt.
Soviel dazu,
nun folgt noch der Witz des Tages: "India is not only about Kamasutra!"
Sobald aber ein Polizist kommt sind sie um die Ecke oder ein Mann ihnen an den Ohren zieht fuer wenige Minuten gehemmt.
Soviel dazu,
nun folgt noch der Witz des Tages: "India is not only about Kamasutra!"
Main Bazaar to Chandni Chowk...
Ausgeschlafen und verschwitzt stiegen wir heute Mittag aus unserem Bett um Delhi zu erkunden. Nachdem wir schon gestern unsere "Anziehungskraft" auf Inder durch und durch erfahren haben, sind wir heute lockerer an die Sache rangegangen und sind nicht auf die Sprueche "Hello Madam" und "Excuse me" eingegangen. Ein "nein" und ein Laecheln hat einige von vielen wieder abziehen lassen. Warum Rikschafahrer nicht verstehen, wenn wir den ersten ablehnen, das wir dann bei ihm mitfahren wollen, ist uns nicht ganz klar, aber so sind sie nunmal. Das sie minutenlang neben uns herfahren, in der Hoffnung wir steigen doch noch ein, scheint auch eine ihrer Maschen zu sein.
Nach gefuehlten 100 km laufen, als wir nicht mehr wussten wo wir waren, lange nach Einbruch der Dunkelheit, haben wir uns dann doch fuer eine Rikschafahrt entschieden. Mitunter eine komische Erfahrung, denn der Fahrer, kleiner und schmaechtiger als wir, musste viel Muehe aufbringen uns ueber die Bruecke und in unsere Strasse zu bringen. Man sitzt hinten drauf, nicht unbedingt sicher in Dehlis, fuer uns, Verkehrschaos und sieht zu, wie ein junger Mensch Arbeit wie ein Tier leistet. Aber wir sind wohlbehalten angekommen, er hat seine Rupien verdient und wir konnten unser verdientes Abendbrot essen gehen. Das erste Ma(h)l bei einem Inder und es war wirklich sehr lecker. Also stimmt die Theorie nicht, dass das Essen in Deutschland schmackhafter ist, als im Herkunftsland.
Worauf wir jetzt gespannt sind, wird sich wohl in den naechsten 24h ergeben, ob Flitzekacke oder nicht. Wenn wir an unser komfortables Klo und die Spuelung denken, bricht jetzt schon Wohlgefallen aus. Spass haben! Aber wir sind ja ziemlich guter Dinge, der Tag heute war schoen eindrucksvoll, wir sind quasi begeistert und macht Euch keine Hoffnung, wir kommen nicht so schnell wieder.
Uebrigens haben wir uns beide ausserdem ausversehen ganz schrecklich verliebt. Ach was, verliebt ist gar kein Ausdruck, man sollte es die grosse Liebe nennen. Danke Micha!
Nichts ist besser, als ein lonely planet.
Nach gefuehlten 100 km laufen, als wir nicht mehr wussten wo wir waren, lange nach Einbruch der Dunkelheit, haben wir uns dann doch fuer eine Rikschafahrt entschieden. Mitunter eine komische Erfahrung, denn der Fahrer, kleiner und schmaechtiger als wir, musste viel Muehe aufbringen uns ueber die Bruecke und in unsere Strasse zu bringen. Man sitzt hinten drauf, nicht unbedingt sicher in Dehlis, fuer uns, Verkehrschaos und sieht zu, wie ein junger Mensch Arbeit wie ein Tier leistet. Aber wir sind wohlbehalten angekommen, er hat seine Rupien verdient und wir konnten unser verdientes Abendbrot essen gehen. Das erste Ma(h)l bei einem Inder und es war wirklich sehr lecker. Also stimmt die Theorie nicht, dass das Essen in Deutschland schmackhafter ist, als im Herkunftsland.
Worauf wir jetzt gespannt sind, wird sich wohl in den naechsten 24h ergeben, ob Flitzekacke oder nicht. Wenn wir an unser komfortables Klo und die Spuelung denken, bricht jetzt schon Wohlgefallen aus. Spass haben! Aber wir sind ja ziemlich guter Dinge, der Tag heute war schoen eindrucksvoll, wir sind quasi begeistert und macht Euch keine Hoffnung, wir kommen nicht so schnell wieder.
Uebrigens haben wir uns beide ausserdem ausversehen ganz schrecklich verliebt. Ach was, verliebt ist gar kein Ausdruck, man sollte es die grosse Liebe nennen. Danke Micha!
Nichts ist besser, als ein lonely planet.
1. Eindruecke
Den ersten Tag in Delhi verbrachten wir mit erkunden der Gegend und Lerneinheiten: "Wie gehe ich mit aufdringlichen Schleppern um". Jeder Einzelne im Alterzwischen 12 und 30 scheint zumindest die wichtigsten Grundkenntnisse der englischen Sprachezu beherrschen:
"All the cheap hostels are full"
"Are you married, Madame?"
"I know what you need" und natuerlich "I have what you need"
Alle Touristeninformationen, Reiseveranstalter, Einkaufszentren und Hotels yahlen den sogenannten Schleppern eine Provision fuer buchstaeblich angeschleppte,naive Touristen. Auch wir wurden nicht verschont, denn sie legen dabei eine Gewandtheit an den Tag, der selbst Vorgewarnte, wie wir nicht entgehen. Es fing mit dem Taxifahrer am Flughafen an.
"Just drop us off somewhere in the center"
"No I need to know exactly"
"the street main bazaar"
"No it doesn't work that way"
"somewhere with a tourist information around"
Ploetzlich sitzen wir irgendwo in dieser grossen, unbekannten Stadt in einem Hinterraum und hoeren uns an, dass alle preiswerten Hotels und Herbergen wegen eines mysterioesen Festivals ohne Namen, Ort und Zeit ausgebucht sind. Eigentlich waren wir nur meinem Rucksack gefolgt, der wie von selbst auf dem Ruecken des Taxifahrers seinen Weg in dieses Buero fand.
Nach einigen Streitigkeiten finden wir doch zu Fuss zu unserem momentanen Zuhause, welches keinesfalls ueberfuellt ist.
Mehrere solcher Begebenheiten treiben uns schliesslich zu McDonalds, in die Sicherheit und Sauberkeit der westlichen Welt.
"All the cheap hostels are full"
"Are you married, Madame?"
"I know what you need" und natuerlich "I have what you need"
Alle Touristeninformationen, Reiseveranstalter, Einkaufszentren und Hotels yahlen den sogenannten Schleppern eine Provision fuer buchstaeblich angeschleppte,naive Touristen. Auch wir wurden nicht verschont, denn sie legen dabei eine Gewandtheit an den Tag, der selbst Vorgewarnte, wie wir nicht entgehen. Es fing mit dem Taxifahrer am Flughafen an.
"Just drop us off somewhere in the center"
"No I need to know exactly"
"the street main bazaar"
"No it doesn't work that way"
"somewhere with a tourist information around"
Ploetzlich sitzen wir irgendwo in dieser grossen, unbekannten Stadt in einem Hinterraum und hoeren uns an, dass alle preiswerten Hotels und Herbergen wegen eines mysterioesen Festivals ohne Namen, Ort und Zeit ausgebucht sind. Eigentlich waren wir nur meinem Rucksack gefolgt, der wie von selbst auf dem Ruecken des Taxifahrers seinen Weg in dieses Buero fand.
Nach einigen Streitigkeiten finden wir doch zu Fuss zu unserem momentanen Zuhause, welches keinesfalls ueberfuellt ist.
Mehrere solcher Begebenheiten treiben uns schliesslich zu McDonalds, in die Sicherheit und Sauberkeit der westlichen Welt.
Donnerstag, 13. September 2007
An die Muttis und alle anderen Geaengstigten
Wir sind am Leben!!!!
Nach stundenlanger Nichtbeinfreiheit sind wir wohlbehalten, aber muede in Delhi angekommen. Nach einem Kampf mit dem Taxifahrer, der ploetzlichen Waerme und einigen nichtabzuhaengenden Schleppern haben wir gluecklicherweise doch noch ein Guesthouse gefunden. Im schoen stinkenden und lauten Paraghanji oder so, jedenfalls Delhi, liegt unser Zimmerchen. Die Spuelung hat wohl nie funktioniert, der Ventilator nur einen knappen halben Tag, heute.
Kuehe haben wir auch schon gesehen, die Sonne scheint, der Himmel lacht, das Essen ist super, McDonalds ist hier viel billiger.
Wir gehen jetzt erstmal die Sueddeutsche von vorgestern lesen oder unseren Jetlag auskurieren.
Schlaft gut, eure Zuckerschneckchens.
Witz des Tages: "this is the best governmental tourist information, everything for free, exactly what you need"
Nach stundenlanger Nichtbeinfreiheit sind wir wohlbehalten, aber muede in Delhi angekommen. Nach einem Kampf mit dem Taxifahrer, der ploetzlichen Waerme und einigen nichtabzuhaengenden Schleppern haben wir gluecklicherweise doch noch ein Guesthouse gefunden. Im schoen stinkenden und lauten Paraghanji oder so, jedenfalls Delhi, liegt unser Zimmerchen. Die Spuelung hat wohl nie funktioniert, der Ventilator nur einen knappen halben Tag, heute.
Kuehe haben wir auch schon gesehen, die Sonne scheint, der Himmel lacht, das Essen ist super, McDonalds ist hier viel billiger.
Wir gehen jetzt erstmal die Sueddeutsche von vorgestern lesen oder unseren Jetlag auskurieren.
Schlaft gut, eure Zuckerschneckchens.
Witz des Tages: "this is the best governmental tourist information, everything for free, exactly what you need"
Sonntag, 9. September 2007
Gerechtfertigter Ausbruch.
Zu Hause ist die Welt verfickt
gut sortiert, der Geist erstickt
wo weder Hanf noch Traeume wachsen
nur die Sehnsucht nach der Weite
unentwegt lockt von der Seite
stehenbleiben und erwachen
nicht mit dem Strom zum Feierabend
nicht im Café sich Sorgen machen
nicht vor dem Spiegel selbst bedauern
und auf die Fehler andrer lauern
ein Schritt zur Seite - aus der Welt
in die Freiheit ohne Geld.
Nenn es Flucht und kratz die Geige -
bleibst Du zurück, nenn ich Dich feige.
(San Cristóbal de las Casa, Mexico, 1/03/02)
M.P.
gut sortiert, der Geist erstickt
wo weder Hanf noch Traeume wachsen
nur die Sehnsucht nach der Weite
unentwegt lockt von der Seite
stehenbleiben und erwachen
nicht mit dem Strom zum Feierabend
nicht im Café sich Sorgen machen
nicht vor dem Spiegel selbst bedauern
und auf die Fehler andrer lauern
ein Schritt zur Seite - aus der Welt
in die Freiheit ohne Geld.
Nenn es Flucht und kratz die Geige -
bleibst Du zurück, nenn ich Dich feige.
(San Cristóbal de las Casa, Mexico, 1/03/02)
M.P.
Samstag, 8. September 2007
Tschausen.
Woran merke ich, dass es bald los geht?
Ich habe meine Impfungen, ich habe mein Visum, mein Flugticket, meine Visa-Karte, die letzten Einkaeufe stehen an, nur keine Aufregung macht sich breit.
Aber woran man merkt, dass es bald los geht... An der ploetzlich auftretenden Sentimentalitaet im Freundeskreis! Ein letztes Treffen auf ein Kaeffchen. Kein Wunder das mein Koffeinspiegel, die Sucht, grad wieder stetig steigt.
Und dabei sind es doch nur laeppische 6 Monate, Ihr habt endlich Eure Ruhe, keine verkorksten Indiefotzen mehr und dann kommen wir eventuell mal wieder und koennen nicht mehr mitlaestern. Ja, Thomas, auch das ist tragisch.
Aber wenn Ihr immer brav unseren hochintellektuellen Blog lest und Euch unsere hochkaraetigen Fotos anseht, werdet Ihr glauben, selbst dort gewesen zu sein.
Gruesschen, Kuesschen, Tschuesschen.
Sasteplaste
Zeitstand: 3 Tage - 23:14
Ich habe meine Impfungen, ich habe mein Visum, mein Flugticket, meine Visa-Karte, die letzten Einkaeufe stehen an, nur keine Aufregung macht sich breit.
Aber woran man merkt, dass es bald los geht... An der ploetzlich auftretenden Sentimentalitaet im Freundeskreis! Ein letztes Treffen auf ein Kaeffchen. Kein Wunder das mein Koffeinspiegel, die Sucht, grad wieder stetig steigt.
Und dabei sind es doch nur laeppische 6 Monate, Ihr habt endlich Eure Ruhe, keine verkorksten Indiefotzen mehr und dann kommen wir eventuell mal wieder und koennen nicht mehr mitlaestern. Ja, Thomas, auch das ist tragisch.
Aber wenn Ihr immer brav unseren hochintellektuellen Blog lest und Euch unsere hochkaraetigen Fotos anseht, werdet Ihr glauben, selbst dort gewesen zu sein.
Gruesschen, Kuesschen, Tschuesschen.
Sasteplaste
Zeitstand: 3 Tage - 23:14
Samstag, 1. September 2007
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