Montag, 17. September 2007

Delhi

Indien, das Land der Gegensaetze. Diese Behauptung laesst sich schon am Beispiel Delhi schnell verifizieren. Unser Guesthouse befindet sich im Center. Von unserem Dach blicken wir auf kleine, enge und dreckige Gassen und in die Behausungen ihrer Bewohner. Offen und lose mit Wellblech abgedeckt halten diese keinem groesserem Regen stand. Ganze Familien leben hier auf kleinstem Raum und koennen sich doch gluecklich schaetzen einen Rueckzugsort zu haben. Delhis Strassen sind voller Menschen. Viele leben dort, zwischen all dem Dreck und Staub, neben den Muellhalden. Kinder spielen barfuss in Schlamm und Kacke. Manche liegen einfach herum und man kann nur hoffen, dass sie noch am Leben sind. Zwischendurch tun sich jedoch Touristenenklaven auf, die mit ihren Designerlaeden, Marken und Hollywoodstars das Bild einer ganz anderen Welt zeichnen - Unerreichbar fuer die meisten. Verlaesst man jedoch die Innenstadt, erreicht man eine Villengegend, die mit ihren imposanten Gebaeuden und Autos, Potsdam Konkurrenz macht. Hier sind die Buergersteige groesser und sauber, die Gruenflaechen gepflegt und die Pallaeste umzaeunt. Immer wieder prallen in dieser Stadt beide Welten aufeinander. Die Menschen scheinen sich mit der Ungleichheit abgefunden zu haben und irgendwie macht es Delhi ja auch aus.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wunderbar geschrieben!

Tom R hat gesagt…

...sagt mal...endlich fotos...und dann ´ne kuh und motorad fahrende menschen???