Mein erster Puffbesuch verlief eher kurz und knackig. Nach einigen Litern Wasser und mehreren Stunden holpriger Fahrt war meine Blase zum Bersten voll. Bei Ankunft musste also erstmal ein Restaurant her. Schwerfaellig schleppte ich mich die abendlich leeren Strassen entlang um in dem ersten Massagesalon zu verschwinden, vor welchem mehrere Frauen sassen. Ueber mein Eintreten schien man eher ueberrascht. Keine Zeit fuer weitere Gedanken. Wehleidig fragte ich nach der Toilette. Erst als der Verstand wieder klar arbeitete und ich begann meine Umgebung wahrzunehmen, fiel mir das gemuetlich rote Licht auf, in das der Laden getaucht war. Auch auf der gegenueberliegenden Strassenseite, schimmerte alles in derselben Farbe. Hatte ich deswegen irritierte Blicke der Polizisten auf mich gezogen und haben sie mir deshalb hinterhergerufen? Vom Druck befreit und mit neuer Energie verliess ich jedenfalls die kleine Oranienburger Nakonsi Thammarats. Hier kommt halt jeder auf seine Kosten.
//rauna
Donnerstag, 25. Oktober 2007
Dienstag, 23. Oktober 2007
Danke Indien
Indien. Wir lernten es innerhalb von vier Wochen hassen. Gleichzeitig waeren wir wohl nicht imstande Thailand die noetige Wertschaetzung entgegen zu bringe, ohne diesen Vergleich. Vielleicht waere uns diese unglaubliche Freundilchkeit und Offenheit der Menschen fast normal vorgekommen. Dass wir uns ueberall willkommen fuehlen, waehre ohne die Verachtung, die uns die Inder entgegen brachten eine weniger schoene, eher natuerliche Erfahrung gewesen. Waehrend wir uns in Indien am Kartenschalter fuer Frauen und Behinderte einreihen muessen (waehrend weitere neun fuer "Normale" frei sind) scheinen hier weder Hautfarbe noch Geschlecht eine Rolle zu spielen. Ohne den vorangegangenen Kulturschock waere uns das selbsverstaendlich erschienen. Thailand, das Land des Laechelns. Dieser Satz trifft nicht nur auf seine Bewohner zu. Oft genug haben die Thailaender in ihrer natuerlich lustigen Art auch uns zum Lachen gebracht. In diesem Sinne: Danke Inden. Danke, dass wir jetzt so viele schoene Erfahrungen sammeln duerfen.
"Als die Tuer sich hinter ihm schloss, begann es zu regnen"
Regen, nichts als Regen.
Gestern im Regen von Koh Tao gefluechtet, heute von Koh Phangnan, morgen von Surat thani. Auf dem Weg zur Sonne.
Gerade stroemt unser obligatorischer Ueberseefahrtsregen vom Himmel, peitscht gegen die Bootswaende, bildet unter dem ueberdachten Deck Seen und Rinnsale.
Die Luft ist feucht, riecht nach Meeressalz.
Unsere Schuhe sind seit Tagen nicht mehr trocken.
S.
Witzig: ich hab mal eben meine Bankkarte gesperrt!
Gestern im Regen von Koh Tao gefluechtet, heute von Koh Phangnan, morgen von Surat thani. Auf dem Weg zur Sonne.
Gerade stroemt unser obligatorischer Ueberseefahrtsregen vom Himmel, peitscht gegen die Bootswaende, bildet unter dem ueberdachten Deck Seen und Rinnsale.
Die Luft ist feucht, riecht nach Meeressalz.
Unsere Schuhe sind seit Tagen nicht mehr trocken.
S.
Witzig: ich hab mal eben meine Bankkarte gesperrt!
Koh Tao, Thailand, 16.10.07
Wie im Reisekatalog.
Die Sonne scheint, das Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen, erscheint in Farbnuancen, von tuerkis bis tiefblau. Die weissen Sandkoerner kitzeln meine Fuesse, bevor sie von glasklaren, lauwarmen Wellen weggespuelt werden. Schritt fuer Schritt umschlingt mich das Wasser mehr und mehr. Der sandige Meeresgrund laesst mich los und ich treibe, lasse mich treiben, denn ich bin ja frei.
Am blauen Himmel ziehen weisse Woelkchen um die Sonne herum, die Palmen spenden nur wenig SChatten, aber einen phaenomenalen Panoramablick.
Unsere feine Huette am Wasser, auf Felsklippen gebaut, beschert uns Abend fuer Abend einen unglaublichen Sonnenuntergang.
Ein Kaffee am Pier, ein gutes Abendbrot, als Kulisse der Strand im Kerzenschein.
Im Volksmund nennt man das "das Paradies".
Wie im Katalog.
S.
Die Sonne scheint, das Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen, erscheint in Farbnuancen, von tuerkis bis tiefblau. Die weissen Sandkoerner kitzeln meine Fuesse, bevor sie von glasklaren, lauwarmen Wellen weggespuelt werden. Schritt fuer Schritt umschlingt mich das Wasser mehr und mehr. Der sandige Meeresgrund laesst mich los und ich treibe, lasse mich treiben, denn ich bin ja frei.
Am blauen Himmel ziehen weisse Woelkchen um die Sonne herum, die Palmen spenden nur wenig SChatten, aber einen phaenomenalen Panoramablick.
Unsere feine Huette am Wasser, auf Felsklippen gebaut, beschert uns Abend fuer Abend einen unglaublichen Sonnenuntergang.
Ein Kaffee am Pier, ein gutes Abendbrot, als Kulisse der Strand im Kerzenschein.
Im Volksmund nennt man das "das Paradies".
Wie im Katalog.
S.
Mittwoch, 17. Oktober 2007
Ohne Worte
Du schlaefst.
Die Wellen zerschellen an der kleinen Klippe vor unserer Terasse, immer wieder erklingt das sanfte, rhythmische Platschen. Vom Pier aus scheinen Lampen des Hafens und der Boote herueber und vom Meer aus Lichter, deren Bedeutung ich nicht kenne. Von irgendwo her hoere ich dumpf einen KLassiker der Musikgeschichte aus einer Bar am Strand, fast uebertoent vom zirpen unbekannter Tiere in meiner Naehe.
Die Sterne lassen auf einen wolkenlosen Himmel deuten, am Horizont brechen Blitze eines trockenen Gewitters ins Meer.
Dank des Lichtkegels der Taschenlampe rollt mein Stift uebers Papier, doch viel mehr wuensche ich mir, Du wuerdest dies selbst erleben.
Die ruhevolle Nacht, die nur mir zu gehoeren erscheint. Manchmal wuensche ich mir, ich koennte ein Poet sein, der fuer Dich diese Stille und Romantik in die alles beschreibenden Worte fasst.
Von fern her heult ein Hund den Mond an. Ein grelles Zucken durchfaehrt den schwarzen Himmel, einer Donner kracht.
s.
Die Wellen zerschellen an der kleinen Klippe vor unserer Terasse, immer wieder erklingt das sanfte, rhythmische Platschen. Vom Pier aus scheinen Lampen des Hafens und der Boote herueber und vom Meer aus Lichter, deren Bedeutung ich nicht kenne. Von irgendwo her hoere ich dumpf einen KLassiker der Musikgeschichte aus einer Bar am Strand, fast uebertoent vom zirpen unbekannter Tiere in meiner Naehe.
Die Sterne lassen auf einen wolkenlosen Himmel deuten, am Horizont brechen Blitze eines trockenen Gewitters ins Meer.
Dank des Lichtkegels der Taschenlampe rollt mein Stift uebers Papier, doch viel mehr wuensche ich mir, Du wuerdest dies selbst erleben.
Die ruhevolle Nacht, die nur mir zu gehoeren erscheint. Manchmal wuensche ich mir, ich koennte ein Poet sein, der fuer Dich diese Stille und Romantik in die alles beschreibenden Worte fasst.
Von fern her heult ein Hund den Mond an. Ein grelles Zucken durchfaehrt den schwarzen Himmel, einer Donner kracht.
s.
Einmal Koh Tao bitte!
Gehen wir 6 Tage zurueck, also eine halbe Ewigkeit, nach Bangkok, wo wir uns von unserem Guesthousepapa verabschieden und auf zum Bahnhof machen. Wir stehen 10min, 20min an der falschen Bushaltestelle, als ploetzlich unser Bus, 159, vorbeifaehrt, ich nur noch meine Arme hochreisse, eigentlich hoffnungslos, aber die Schaffnerin scheint mich gesehen zu haben, der Bus stoppt und wir sprinten ueber die erste Spur und springen hinein. Eine lachende Schaffnerin empfaengt uns.
Die Zeit laueft, die Strassen sind voll und doch erreichen wir den Banhof noch puenktlich. Auf unserem Gleis steht ein Zug, wir werfen uns unglaeubige Blicke zu, ein Bahnhofsbeamter versichert uns, dass das Zug nach Chumpon sei. Unser Zug.
Das Abteil, die Plaetze sind schnell gefunden, das Gepaeck verstaut und PLatz genommen. Gepolstert, sauber, keine beaengstigenden Menschen, so muss 3 Klasse fahren sein, puenktlich sollte es auch sein. Doch keine vier Stationen spaeter stehen wir, Minute um Minute verstreicht, der Zug soll kaputt sein, vernehmen wir, doch die Thais fackeln nicht lange. Eine Stunde spaeter ging es mit einer neuen Lok weiter. Jetzt ist es 21.30.
7 Std. und 30min. spaeter, ohne die Augen geschlossen zu haben, tapsten wir voellig uebermuedet durchs finstere Chumpon, um ein offenes Restaurant zu finden. Aber das 24h Restaurant musste eine Cafe weichen, das anscheinend noch Kaffee kochen musste, jedenfalls geschlossen war.
So stetzen wir uns in ein thailaendisches Fruehstuecksrestaurant, die Verstaendigung ist schwer, warmes Essen bekommen wir nicht, dafuer Tee und Gebaeck. Die Zeit verstreicht nur langsam, die Augen fallen immer haeufiger zu, aber an schlafen ist jetzt nicht zu denken. So tapsen wir weiter durch die waaahnsinnig spannende Stadt. schlagen die Zeit im Internetcafe tot, besuchen den Night-Market, die wohl einzige Attraktion in diesem Kleinstaedtchen, leben ein bisschen unsere Shoppingsucht aus, essen zu Abend und warten, warten, warten.
21.30 faehrt man uns zum Pier, wo unser Nachtbootliegt. Wir machen es uns auf Strohmatten an Deck gemuetlich, lesen noch wenige Seiten und fallen in einen verdienten, aber nicht ergiebigen Schlaf.
Das Wasser, der Regen, Sturm peitscht uns ins Gesicht, der Rucksack und Schlafsack ist pitschnass. Erschrocken schrecke ich aus dem Schlaf. Pitschnass sind auch wir. Der Wind fegt, das Boot schaukelt in den aufgewuehlten Wellen, wir haben keine Ahnung wie spaet es ist und wie lange das weiter gehen soll. Trotz Warnung dieses Boot bei Aussicht auf Regen nicht zu betreten, wagen wir das Abenteuer und werden belohnt. Doch der vorhergehenede Tag in Chumpon war sonnig und warm, kein Grund Regen und Unwetter zu vermuten.
Ungemuetlich kalt und nass, auf einer Rettungsweste zusammengekauert, falle ich wieder in den Schlaf und erwache erst wieder, als wir Koh Tao kurz nach Sonnenaufgang erreichen. Etwas neben der Spur stolpern wir in das erst beste Taxi und lassen uns zu unserem Resort fahren.
Ganz verschlafen und ruhig liegt es da, wir setzen uns ins Restaurant und warten. Kurze Zeit spaeter kommt eine Thai, zeigt uns eine Huette (3Euro pro Nacht) die ein Bett zum schlafen hat. In unserer Situation also voellig ausreichend. Denn nach 38 Std ein Nickerchen auf dem Boot zu machen, war nicht gerade erholsam.
Ich lege mich hin, die Augen fallen zu.
Eure S.
Witz des Tages: "Ihr seid so kindisch fuer euer Alter" (Aussage einer deutschen Schleppertussi)
Die Zeit laueft, die Strassen sind voll und doch erreichen wir den Banhof noch puenktlich. Auf unserem Gleis steht ein Zug, wir werfen uns unglaeubige Blicke zu, ein Bahnhofsbeamter versichert uns, dass das Zug nach Chumpon sei. Unser Zug.
Das Abteil, die Plaetze sind schnell gefunden, das Gepaeck verstaut und PLatz genommen. Gepolstert, sauber, keine beaengstigenden Menschen, so muss 3 Klasse fahren sein, puenktlich sollte es auch sein. Doch keine vier Stationen spaeter stehen wir, Minute um Minute verstreicht, der Zug soll kaputt sein, vernehmen wir, doch die Thais fackeln nicht lange. Eine Stunde spaeter ging es mit einer neuen Lok weiter. Jetzt ist es 21.30.
7 Std. und 30min. spaeter, ohne die Augen geschlossen zu haben, tapsten wir voellig uebermuedet durchs finstere Chumpon, um ein offenes Restaurant zu finden. Aber das 24h Restaurant musste eine Cafe weichen, das anscheinend noch Kaffee kochen musste, jedenfalls geschlossen war.
So stetzen wir uns in ein thailaendisches Fruehstuecksrestaurant, die Verstaendigung ist schwer, warmes Essen bekommen wir nicht, dafuer Tee und Gebaeck. Die Zeit verstreicht nur langsam, die Augen fallen immer haeufiger zu, aber an schlafen ist jetzt nicht zu denken. So tapsen wir weiter durch die waaahnsinnig spannende Stadt. schlagen die Zeit im Internetcafe tot, besuchen den Night-Market, die wohl einzige Attraktion in diesem Kleinstaedtchen, leben ein bisschen unsere Shoppingsucht aus, essen zu Abend und warten, warten, warten.
21.30 faehrt man uns zum Pier, wo unser Nachtbootliegt. Wir machen es uns auf Strohmatten an Deck gemuetlich, lesen noch wenige Seiten und fallen in einen verdienten, aber nicht ergiebigen Schlaf.
Das Wasser, der Regen, Sturm peitscht uns ins Gesicht, der Rucksack und Schlafsack ist pitschnass. Erschrocken schrecke ich aus dem Schlaf. Pitschnass sind auch wir. Der Wind fegt, das Boot schaukelt in den aufgewuehlten Wellen, wir haben keine Ahnung wie spaet es ist und wie lange das weiter gehen soll. Trotz Warnung dieses Boot bei Aussicht auf Regen nicht zu betreten, wagen wir das Abenteuer und werden belohnt. Doch der vorhergehenede Tag in Chumpon war sonnig und warm, kein Grund Regen und Unwetter zu vermuten.
Ungemuetlich kalt und nass, auf einer Rettungsweste zusammengekauert, falle ich wieder in den Schlaf und erwache erst wieder, als wir Koh Tao kurz nach Sonnenaufgang erreichen. Etwas neben der Spur stolpern wir in das erst beste Taxi und lassen uns zu unserem Resort fahren.
Ganz verschlafen und ruhig liegt es da, wir setzen uns ins Restaurant und warten. Kurze Zeit spaeter kommt eine Thai, zeigt uns eine Huette (3Euro pro Nacht) die ein Bett zum schlafen hat. In unserer Situation also voellig ausreichend. Denn nach 38 Std ein Nickerchen auf dem Boot zu machen, war nicht gerade erholsam.
Ich lege mich hin, die Augen fallen zu.
Eure S.
Witz des Tages: "Ihr seid so kindisch fuer euer Alter" (Aussage einer deutschen Schleppertussi)
Freitag, 12. Oktober 2007
Im Nachtzug nach Chumpon.
Nachher, 19.30, geht es los Richtung Sueden nach Chumpon. Um vier Uhr morgens sollen wir ankommen, den Tag dort rumbringen und dann mit dem Midnightboat nach Koh Tao.
Sommer, Sonne, Strand und mehr erwartet uns dort. Yeah!
Wir lieben Thailand.
Witz des Tages: Good indian quality! (Raunas Tasche is futsch)
Sommer, Sonne, Strand und mehr erwartet uns dort. Yeah!
Wir lieben Thailand.
Witz des Tages: Good indian quality! (Raunas Tasche is futsch)
Dienstag, 9. Oktober 2007
India stinkt!
Es gibt ein Sprichwort, das besagt:"Entweder man liebt Indien oder man hasst es!"
Indiewitze:
Oeki in Camouflage!
Rauna und Saskia beim Taj Mahal!
Taj Mahal von hinten.
Yes Mam! Yes Rikscha!
Beim Inder Pudding und Rice Pudding zu bestellen, beudetet Milchreis zu bekommen.
Heute ist Mix Fruit nur Apfel.
Irgendwie sind Inder eklig.
Inder: "You love my beautiful country?" Rauna: "Yes, its ok"
I love India!
Rikschafahrer: "I love your Germany country"
wir: "why?"
er:
er: "five rupees more"
Your train is now running late. (nach 8 Std Verspaetung)
Indiewitze:
Oeki in Camouflage!
Rauna und Saskia beim Taj Mahal!
Taj Mahal von hinten.
Yes Mam! Yes Rikscha!
Beim Inder Pudding und Rice Pudding zu bestellen, beudetet Milchreis zu bekommen.
Heute ist Mix Fruit nur Apfel.
Irgendwie sind Inder eklig.
Inder: "You love my beautiful country?" Rauna: "Yes, its ok"
I love India!
Rikschafahrer: "I love your Germany country"
wir: "why?"
er:
er: "five rupees more"
Your train is now running late. (nach 8 Std Verspaetung)
Zurueck in die Zukunft
Alles begann um 4 Uhr in der Frueh, als der Wecker klingelte, die Dusche aufgedreht und die Rucksaecke befuellt wurden. Einer letzten, sogar problemlosen, vom Fahrer aus schweigsame, Taxifahrt zum Flughafen folgte ein schmerzfreier, traenenloser Abschied von Kalkutta und Indien. Doch vorerst mussten wir noch durch den Check-In und wie schon auf dem Hinflug erwartet durfte ich ein zweites mal packen, bzw. vorher auspacken. Wider der Erwartungen unsere Spritzen los zu sein war es doch nur das verirrte Feuerzeug. Des weiteren passierte gar nichts. Wir brachten unsere 36kg gepaeck auf die Waage, wohl gemerkt fuer die Waage kein Problem, aber unsere Ruecken, immigrierten erfolgreich aus und warteten. Wer haette es auch anders erwartet. Doch dann irgendwann ging es los, raus auf den Flughafen, ja bis fast auf die Startbahn und fast haetten wir auch unser Flugzeug uebersehen, so klein und zervrechlich war es. GMG Airlines, First Class auf allen Wegen. Sah aber eher nach Marke Eigenbau aus, um so erschreckender spaeter feststellen zu muessen, das es einst deutsch war. Waere das Ziel nicht verlockend gewesen, wohl waere ich nicht eingestiegen, doch der Wille war da und ein mulmiges Gefuehl. Mit lautem Getoese folgte auch schon der Start und mit ohrenbetaeubendem Laerm ging es auch kurz danach wieder runter. Dhaka, Bangladesch, der erste Flug hinter uns. Unsere Rucksaecke sind auch mitgekommen, mal sehen ob der Transfer bis Bangkok klappt. Die versprochene gemuetliche Transferlounge mit Cafeteria, immerhin doch ausgestattet mit Fernsehern ohne Kaffee, war ungemuetlich, grau, weiss, braun, dreckig, unbequem und ohne Toilette. Aber kein Problem fuer uns "indienerfahrene", denn aus den eigentlichen 3 Stunden Aufenthalt wurden 30 min. und schon wurden wir wieder in ein Flugzeug verfrachtet. Wahrscheinlich, wie auch schon das vorhergehende eine deutsche Produktion. Sah verdaechtig nach Lufthansa aus. Wir stiegen also mit einem besseren Gefuehl aus dem Transferbus, mit mehreren Weissen, aus, ueber den Flughafen und stiefelten die Treppe zum Flugzeug hoch. Eine freundliche Stewardess begruesste uns, nannte unsere Sitze und bitte einmal nach hinten durchgehen. Nach hinten durch gehen, durch ein Meer von bangladesischen Maennern, durch ein Flugzeug in dem links und rechts je 3 Bangladeschis sitzen. Maenner, nicht Frauen, nur Maenner mit ihren staren, starrenden augen, ihren offenen, gaffenden Muendern und wie man sich dabei fuehlt? Man ist Gott, man ist Abschaum, Begierde, Objekt, Frau, anders, ueberheblich und es ist unbeschreiblich unangenehm. Immer wieder fuehlt man sich ihnen automatisch ueberlegen. Denn was soll man z.B. von ihnen halten, wenn eine Stewardess einen Fluggast auffordert sich zu setzten, weil das Flugzeug sich noch in der Startphase befindet, er sich dessen widersetzt, da er auf sie, eine Frau, nicht zu hoeren braucht. Er setzte sich dafuer bereitwillig, als ein andere Mann die Worte, nach dem dritten mal der Stewardess , wiederholte. Unglaublich, verborrt.
Der Flug verlief des weiteren ruhig, wir regten uns ueber die Maenner auf, beobachteten fasziniert wie daemlich sie sein koennen und nach einer erfolgreichen Landung liessen wir sie alle hinter uns.
Ohne langes zappeln bekamen wir unsere Visa, von dem wir nicht wissen, wie lange es gilt, bekamen unsere, war nicht mehr ganz heilen, Rucksaecke und machten uns auch in die Zukunft.
Als wir vor 4 Wochen die Gegenwart, das 21.Jh verliessen, wurden wir ins Mittelalter geschleudert, mit dem Zug fuhren wir bis Kalkutta ins 18.Jh, von dort schon mit einem Flieger zurueck in das hier und jetzt.
Wo die Staedte nicht nach Kuhweide stinken, die Abfaelle nicht sinnfrei auf die Strasse geschmissen werden, man nicht einfach pinkeln und kacken kann, wo es einem passt, der Verkeht System hat, die Menschen ohne Anspruch freundlich sind, die ganze Lebenseinstellung reinlicher ist und wir in Bangkok sind. Der Stadt der Engel, dem Land des Laechelns.
Puuh!
S.
Witz des Tages: Wir sind schwanger!
Der Flug verlief des weiteren ruhig, wir regten uns ueber die Maenner auf, beobachteten fasziniert wie daemlich sie sein koennen und nach einer erfolgreichen Landung liessen wir sie alle hinter uns.
Ohne langes zappeln bekamen wir unsere Visa, von dem wir nicht wissen, wie lange es gilt, bekamen unsere, war nicht mehr ganz heilen, Rucksaecke und machten uns auch in die Zukunft.
Als wir vor 4 Wochen die Gegenwart, das 21.Jh verliessen, wurden wir ins Mittelalter geschleudert, mit dem Zug fuhren wir bis Kalkutta ins 18.Jh, von dort schon mit einem Flieger zurueck in das hier und jetzt.
Wo die Staedte nicht nach Kuhweide stinken, die Abfaelle nicht sinnfrei auf die Strasse geschmissen werden, man nicht einfach pinkeln und kacken kann, wo es einem passt, der Verkeht System hat, die Menschen ohne Anspruch freundlich sind, die ganze Lebenseinstellung reinlicher ist und wir in Bangkok sind. Der Stadt der Engel, dem Land des Laechelns.
Puuh!
S.
Witz des Tages: Wir sind schwanger!
Freitag, 5. Oktober 2007
Insomnia
Es ist dunkel, 3,4 Sterne sind am Himmel, der Geraeuschpegel ist, nur differenzierbarer, vom Tag kaum zu unterscheiden und es ist warm. Erdrueckend, aber nicht unertraeglich. Bellende Hunde, schreiende Inder, hupende Autos, klingelnde Fahrraeder, glockenlaeutende Rikschafahrer und unsere lieben Ostasiaten mit ihrem nervigen Klapperspielzeug. Die Neonlampen ziehen Tiere an, lauter krabbelndes und fliegendes. Die nebeneinander angeordneten Pflanzen lechzen nach Wasser, doch das gibt es erst morgen wieder. Eine sanfte, kuehle Brise fegt durch den kleinen Innenhof, umsaeuselt meine nackten Arme und Beine, laesst die Waescheleinen hin und her schwingen. Doch zu selten findet ein jenes Lueftchen den Weg zwischen die verwinkelten Mauern. Also werden die Ventilatoren angeschmissen, laut aber hilfreich, die Zimmertemperatur wird ertraeglicher und immer oefter erklingt ein "gute Nacht", die Tueren werden geschlossen und dahinter das Licht geloescht. Doch die Zeit scheint still zu stehen, obwohl die Uhr tickt und der Mond untergeht, aendert sich nichts. Nichtmal meine Schlaflosigkeit. Da tapst eine Tigerkatze durch einen Lichtkegel, gesellt sich unweit zu mir, liegt da, mitten im Weg, wie es alle indischen Tiere tun. Ich stecke mir eine Zigarette an, lese eine Seite, dann die naechste, doch schweifen meine Gedanken immer wieder ab. Ich denke an all das was uns wiederfahren ist und ich nicht in Worte fassen kann. Das mir immer weniger treffende Ausdruecke einfallen, ich in meinem Wortschatz erfolglos suche. Von Gefuehlen ueberwaeltigt fuelle ich meinen Kopf mit Gedanken, Gedanken an das hier und jetzt. Ich versuche es niederzuschreiben, doch es befriedigt mich nicht. So bleibt es in meiner Welt, es gelangt nicht in die Eure, nach Berlin, die Welt die so weit entfernt ist, an die ich selten denke, die mir aber doch lieb ist. Aber warm und trocken ist mir lieber als kalt und nass. Nur ich sitze hier noch auf meinem Stuhl, die Fuesse hochgelegt, umgeben von graugruenen Waenden, den Plfanzen, der Katze. Mittlerweile sind auch die Laermmacher im Bett, es ist leise, alles schlaeft um mich herum. Ein wundervolles Gefuehl, diese Ruhe, welch ein Genuss, so bin ich wach, rauche und denke an Indien in der Nacht.
S.
S.
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