Gehen wir 6 Tage zurueck, also eine halbe Ewigkeit, nach Bangkok, wo wir uns von unserem Guesthousepapa verabschieden und auf zum Bahnhof machen. Wir stehen 10min, 20min an der falschen Bushaltestelle, als ploetzlich unser Bus, 159, vorbeifaehrt, ich nur noch meine Arme hochreisse, eigentlich hoffnungslos, aber die Schaffnerin scheint mich gesehen zu haben, der Bus stoppt und wir sprinten ueber die erste Spur und springen hinein. Eine lachende Schaffnerin empfaengt uns.
Die Zeit laueft, die Strassen sind voll und doch erreichen wir den Banhof noch puenktlich. Auf unserem Gleis steht ein Zug, wir werfen uns unglaeubige Blicke zu, ein Bahnhofsbeamter versichert uns, dass das Zug nach Chumpon sei. Unser Zug.
Das Abteil, die Plaetze sind schnell gefunden, das Gepaeck verstaut und PLatz genommen. Gepolstert, sauber, keine beaengstigenden Menschen, so muss 3 Klasse fahren sein, puenktlich sollte es auch sein. Doch keine vier Stationen spaeter stehen wir, Minute um Minute verstreicht, der Zug soll kaputt sein, vernehmen wir, doch die Thais fackeln nicht lange. Eine Stunde spaeter ging es mit einer neuen Lok weiter. Jetzt ist es 21.30.
7 Std. und 30min. spaeter, ohne die Augen geschlossen zu haben, tapsten wir voellig uebermuedet durchs finstere Chumpon, um ein offenes Restaurant zu finden. Aber das 24h Restaurant musste eine Cafe weichen, das anscheinend noch Kaffee kochen musste, jedenfalls geschlossen war.
So stetzen wir uns in ein thailaendisches Fruehstuecksrestaurant, die Verstaendigung ist schwer, warmes Essen bekommen wir nicht, dafuer Tee und Gebaeck. Die Zeit verstreicht nur langsam, die Augen fallen immer haeufiger zu, aber an schlafen ist jetzt nicht zu denken. So tapsen wir weiter durch die waaahnsinnig spannende Stadt. schlagen die Zeit im Internetcafe tot, besuchen den Night-Market, die wohl einzige Attraktion in diesem Kleinstaedtchen, leben ein bisschen unsere Shoppingsucht aus, essen zu Abend und warten, warten, warten.
21.30 faehrt man uns zum Pier, wo unser Nachtbootliegt. Wir machen es uns auf Strohmatten an Deck gemuetlich, lesen noch wenige Seiten und fallen in einen verdienten, aber nicht ergiebigen Schlaf.
Das Wasser, der Regen, Sturm peitscht uns ins Gesicht, der Rucksack und Schlafsack ist pitschnass. Erschrocken schrecke ich aus dem Schlaf. Pitschnass sind auch wir. Der Wind fegt, das Boot schaukelt in den aufgewuehlten Wellen, wir haben keine Ahnung wie spaet es ist und wie lange das weiter gehen soll. Trotz Warnung dieses Boot bei Aussicht auf Regen nicht zu betreten, wagen wir das Abenteuer und werden belohnt. Doch der vorhergehenede Tag in Chumpon war sonnig und warm, kein Grund Regen und Unwetter zu vermuten.
Ungemuetlich kalt und nass, auf einer Rettungsweste zusammengekauert, falle ich wieder in den Schlaf und erwache erst wieder, als wir Koh Tao kurz nach Sonnenaufgang erreichen. Etwas neben der Spur stolpern wir in das erst beste Taxi und lassen uns zu unserem Resort fahren.
Ganz verschlafen und ruhig liegt es da, wir setzen uns ins Restaurant und warten. Kurze Zeit spaeter kommt eine Thai, zeigt uns eine Huette (3Euro pro Nacht) die ein Bett zum schlafen hat. In unserer Situation also voellig ausreichend. Denn nach 38 Std ein Nickerchen auf dem Boot zu machen, war nicht gerade erholsam.
Ich lege mich hin, die Augen fallen zu.
Eure S.
Witz des Tages: "Ihr seid so kindisch fuer euer Alter" (Aussage einer deutschen Schleppertussi)
Mittwoch, 17. Oktober 2007
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1 Kommentar:
man man man... ich bin froh, wenn ich euch wieder heile hier in deutschland hab xD
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