Wie gewohnt, links von Euch.
Oder, wer sich Student nennt, oder einfach nur so bei Studivz rumschleicht, da.
Viel Spass.
Indien wird auf Grund aufkommender Gefuehle mehr oder weniger gemieden.
Witz des Tages: Was is mit se Bas?
Mittwoch, 28. November 2007
Sonntag, 25. November 2007
Panyotai Waldorfschool Bangkok
- Gestern war Vollmond
- wir besuchten die Waldorfschule Bangkok
- viel waldoerflicher als bei uns frueher
- im Januar und Februar sind wir dort Volunteer
- wir freuen uns
- wir fahren naechste Woche nach Kambodscha
- wir besuchten die Waldorfschule Bangkok
- viel waldoerflicher als bei uns frueher
- im Januar und Februar sind wir dort Volunteer
- wir freuen uns
- wir fahren naechste Woche nach Kambodscha
Sonntagsfruestueck
Nach rechts, nach links, lag das rechte Ohr auf dem Kissen, lag das linke frei und der weckerartige Tinitus in meinem Traum wollte nicht aufhoeren. Verschreckt oeffnete ich die Augen, krabbelte zum Wecker, las 8:26 und das Piepen kam definitiv nicht von ihm. Ich liess mich zurueckfallen, schloss in guter Hoffnung die Augen, rollte mich zur Wand, wollte die Decke ueber den Kopf ziehen, keine errreichbare Taetigkeit, wenn die Decke doch eigentlich ein Schlafsack ist. Ignorieren war voelligunmoeglich, der monochrome Rhythmus, laut und unertraeglich, ploetzlich dann eine Pause, Hoffnung, dass die Leiche erwacht sein koennte...der Gedanke, Funken Freude zu frueh getroffen, es ging weiter, im gleichen Takt. Pieppiep--pieppieppiep--pieppiep...Ich werfe mich herum, sehe Rauna, schliesse wieder die Augen, in meiner Hand eine Axt und vor mir ein unueberwindlicher, staehlernder Wecker, nichts zu machen. Es wird nicht lauter, nur laenger und laenger, andere sind aufgestanden, haemmern gegen die Tuer, nichts passiert. 15Minuten der nerv- und schlaftoetenden Soundkulisse und der Wecker verstummt, sogar fuer den ganzen Morgen. So weckt man erfolgreich ein ganzes Haus.
Und die Traegheit des Tages zeichnet sich schon beim Aufstehen ab. Erstmal das falsche Bein benutzt und zum Fruehstueck gestolpert. Der Gaumenschmaus gelang vorzueglich, nur die guten Ohren wurden wieder strapaziert. Freunde der englischen Sprache waren der Meinung, nicht nur sie muessten sich hoeren, sondern am besten gleich das ganze Cafe. Unentspannt, aber trotzdem tiefenentspannt wie immer (dieses ganze konfuse miteinander einbrechende Gefuehl des Nichts kann man nicht erklaeren) peilten wir BurgerKing an. Kaffee, ruhiges sitzen, neunziger Diskohitsbeschallung, guten Morgen.
Doch Aufwachen wollte sich bei uns immer noch nicht einstellen, die Tagesplaene verworfen, traeumten wir von Melaka, der Kueche, der Glotze, dem Kaffee, der Susu (Milch) und unserem Wahlbruder Wan mit seinem Gequatsche, ein Gefuehl von Zuhause.
Weitere totgequatsche Stunden spaeter gingen wir zum Geldautomaten, schliesslich war das Portemonaie leer, sowie der Magen. Und tatsaechlich war nicht nur nur kein Geld in der Potte, wo war nur die Kreditkarte?
Gute Frage, eigentlich naechste Frage, aber es handelt sich hierbei um meine Ueberlebensquelle, also doch Thema. So naja, spazierten, schleppten wir uns in unsere Absteige und stellten den Haufen erstmal auf den Kopf, aber kein blaues Kaertchen, kein Visa-Zeichen kam uns unter die Augen. Nochmal im Portemonaie, nochmal hier und da nachgesehe und nichts. Leere, Leere, Leere.
Damit war auch unser Tagesplan vom nichts tun, zum Problem geworden. Fuenf Minuten musste ich mich dann erstmal ueber mich selbst aergern, dann tief durchatmen, ueberlegen, was jetzt ohne Karte, ach was, Karten, die andere hab ich ja auch schon erfolgreich gesperrt. Ich waere nicht drauf gekommen, aber dafuer hab ich ja Rauna mitgenommen. Wir sollten erstmal zur Polizei gehen. Guter Plan, endlich haben auch wir mal einen Grund zu den...naja in ihren engen, anzueglichen Uniformen schick aussehenden Polizisten zu gehen.
"Wie beschreibt man denn am besten die Polizisten?" Rauna:"Du kannst ja am Knackarsch anfangen!"
In der Policestation empfing uns also kein fetter, kleiner, rollender Sack in gruen, dessen Uniform in der Arschritze klemmt, weil die Hose am Fettbauch spannt, der die wenigen grauen Straehnen ueber die Platte kaemmt, vor Schweiss stinkt und uns durch seine Hornbrille anstirrt, vielleicht noch schlechten Kaffee anbietet. Es empfing und ein Jungspunt. Muskeln, nicht uebertrieben, eher passend, zeichneten sich unter sinem dunkelblauen mit Abzeichen geschmueckten Ganzkoerperanzug ab.
Auch wenn die Verstaendigung schwer fiel, der Kern des Problems nie erfasst wurde, so wussten wir doch bald das Wichtigste: Bis wann er Schicht hat, wann die Schicht morgen anfaengt, wo unser neuer Freund aufgewachsen ist und das Angebot von Thai- und Khmer (in Kambodscha Landessprache) -Privatunterricht. Dsas thailaendische Polizisten extrem flirtaktiv sind ist uns auch schon vorher nicht entgangen, aber an alle Maedels: Sie sind hilfreicher bei Herzeleid, als bei allen anderen Problemchen. Nachdem wir uns endlich doch dem Charme unseres Helfers entziehen konnten, standen wir wieder auf der Strasse, blinzelten in die Sonne und hielten einen Wisch mit durchgestrichener Unterschrift in der Hand. Und was nu?
S. & R.
Witz des Tages: "F8, war das nicht der Gipfel?"
Und die Traegheit des Tages zeichnet sich schon beim Aufstehen ab. Erstmal das falsche Bein benutzt und zum Fruehstueck gestolpert. Der Gaumenschmaus gelang vorzueglich, nur die guten Ohren wurden wieder strapaziert. Freunde der englischen Sprache waren der Meinung, nicht nur sie muessten sich hoeren, sondern am besten gleich das ganze Cafe. Unentspannt, aber trotzdem tiefenentspannt wie immer (dieses ganze konfuse miteinander einbrechende Gefuehl des Nichts kann man nicht erklaeren) peilten wir BurgerKing an. Kaffee, ruhiges sitzen, neunziger Diskohitsbeschallung, guten Morgen.
Doch Aufwachen wollte sich bei uns immer noch nicht einstellen, die Tagesplaene verworfen, traeumten wir von Melaka, der Kueche, der Glotze, dem Kaffee, der Susu (Milch) und unserem Wahlbruder Wan mit seinem Gequatsche, ein Gefuehl von Zuhause.
Weitere totgequatsche Stunden spaeter gingen wir zum Geldautomaten, schliesslich war das Portemonaie leer, sowie der Magen. Und tatsaechlich war nicht nur nur kein Geld in der Potte, wo war nur die Kreditkarte?
Gute Frage, eigentlich naechste Frage, aber es handelt sich hierbei um meine Ueberlebensquelle, also doch Thema. So naja, spazierten, schleppten wir uns in unsere Absteige und stellten den Haufen erstmal auf den Kopf, aber kein blaues Kaertchen, kein Visa-Zeichen kam uns unter die Augen. Nochmal im Portemonaie, nochmal hier und da nachgesehe und nichts. Leere, Leere, Leere.
Damit war auch unser Tagesplan vom nichts tun, zum Problem geworden. Fuenf Minuten musste ich mich dann erstmal ueber mich selbst aergern, dann tief durchatmen, ueberlegen, was jetzt ohne Karte, ach was, Karten, die andere hab ich ja auch schon erfolgreich gesperrt. Ich waere nicht drauf gekommen, aber dafuer hab ich ja Rauna mitgenommen. Wir sollten erstmal zur Polizei gehen. Guter Plan, endlich haben auch wir mal einen Grund zu den...naja in ihren engen, anzueglichen Uniformen schick aussehenden Polizisten zu gehen.
"Wie beschreibt man denn am besten die Polizisten?" Rauna:"Du kannst ja am Knackarsch anfangen!"
In der Policestation empfing uns also kein fetter, kleiner, rollender Sack in gruen, dessen Uniform in der Arschritze klemmt, weil die Hose am Fettbauch spannt, der die wenigen grauen Straehnen ueber die Platte kaemmt, vor Schweiss stinkt und uns durch seine Hornbrille anstirrt, vielleicht noch schlechten Kaffee anbietet. Es empfing und ein Jungspunt. Muskeln, nicht uebertrieben, eher passend, zeichneten sich unter sinem dunkelblauen mit Abzeichen geschmueckten Ganzkoerperanzug ab.
Auch wenn die Verstaendigung schwer fiel, der Kern des Problems nie erfasst wurde, so wussten wir doch bald das Wichtigste: Bis wann er Schicht hat, wann die Schicht morgen anfaengt, wo unser neuer Freund aufgewachsen ist und das Angebot von Thai- und Khmer (in Kambodscha Landessprache) -Privatunterricht. Dsas thailaendische Polizisten extrem flirtaktiv sind ist uns auch schon vorher nicht entgangen, aber an alle Maedels: Sie sind hilfreicher bei Herzeleid, als bei allen anderen Problemchen. Nachdem wir uns endlich doch dem Charme unseres Helfers entziehen konnten, standen wir wieder auf der Strasse, blinzelten in die Sonne und hielten einen Wisch mit durchgestrichener Unterschrift in der Hand. Und was nu?
S. & R.
Witz des Tages: "F8, war das nicht der Gipfel?"
Samstag, 24. November 2007
Postkarte von Koh Lipe
Viele liebe sonnigsandige Gruesse von den feinsten, kleinsten Insel Koh Lipe.
Die Waerme holt uns schon frueh aus dem Schlaf, geleitet uns ins Wasser, zum Fruehstuck, zurueck zum Strand, zu einem Coconutshake ins Dorf, verfuehrt uns in das Reich eines Buches, zurueck ins Wasser, weil es sonst irgendwann unertraeglich heiss waere, zum schnorcheln und wieder hinlegen um zu entspannen, einfach nichts tun, sich die Sonne auf die Haut scheinen lassen, die Wasserperlen trocknen, schlafen, traeumen, nachdenken, leben.
Aber wir sind rastlos geworden, immer weiter zieht es uns, immer immer weiter fort. So zogen wir wieder los, weg vom, tuerkisblauen Wasser, den weissen, gleissenden Stranden, den grossen Palmen, um mehr neues und doch vertrautes zu suchen uns zu finden.
Wir packen unsere Sachen, fahren weiter, geniessen dieses Leben, finden uns immer schneller an fremden Orten zurecht, so als waeren wir nur kurz weggewesen. Geliebtes gefunden, das Gefuehl des zu Hause seins umschwaermt das Herz. Die Zeit rast, das Herz rast mit. Viel erlebt in 10 Wochen, doch dabei sind 10 Wochen nichts. Mein altes Leben will ich nicht zurueck, nur einen Teil, und dann will ich, dass vieles bleibt wie es ist. Rastlos, unbeschwert und vorallem gluecklich!
Liebe Gruesse.
S.
Die Waerme holt uns schon frueh aus dem Schlaf, geleitet uns ins Wasser, zum Fruehstuck, zurueck zum Strand, zu einem Coconutshake ins Dorf, verfuehrt uns in das Reich eines Buches, zurueck ins Wasser, weil es sonst irgendwann unertraeglich heiss waere, zum schnorcheln und wieder hinlegen um zu entspannen, einfach nichts tun, sich die Sonne auf die Haut scheinen lassen, die Wasserperlen trocknen, schlafen, traeumen, nachdenken, leben.
Aber wir sind rastlos geworden, immer weiter zieht es uns, immer immer weiter fort. So zogen wir wieder los, weg vom, tuerkisblauen Wasser, den weissen, gleissenden Stranden, den grossen Palmen, um mehr neues und doch vertrautes zu suchen uns zu finden.
Wir packen unsere Sachen, fahren weiter, geniessen dieses Leben, finden uns immer schneller an fremden Orten zurecht, so als waeren wir nur kurz weggewesen. Geliebtes gefunden, das Gefuehl des zu Hause seins umschwaermt das Herz. Die Zeit rast, das Herz rast mit. Viel erlebt in 10 Wochen, doch dabei sind 10 Wochen nichts. Mein altes Leben will ich nicht zurueck, nur einen Teil, und dann will ich, dass vieles bleibt wie es ist. Rastlos, unbeschwert und vorallem gluecklich!
Liebe Gruesse.
S.
zurueck!
Singapur
Melaka
Kuala Lumpur
Cameron Highlands
Pulau Penang
Grenze Malaysia - Thailand
Hat Yai
Koh Lipe
Trang
Krabi
Surat thani
und wieder zurueck, zu Hause, in Bangkok.
Endlich wieder beim Kaeffchen Bangkok Post lesen, wieder Grossstadtluft riechen, nicht wissen, mit welcher Sehenswuerdigkeit man anfangen soll und und und...
Heute besuchen wir die Waldorfschule Bangkok, unser "Vorstellungsgespraech", fuer das wir uns gestern erstmal eingekleidet haben, steht an. In unseren Drecksklamotten haetten wir keinem gegenuebertreten koennen, der uns einen Job geben wird. So sind wir jetzt voller Spannung und Hoffnung und ab um 3pm gehts los.
Eure Semi-thais!
Melaka
Kuala Lumpur
Cameron Highlands
Pulau Penang
Grenze Malaysia - Thailand
Hat Yai
Koh Lipe
Trang
Krabi
Surat thani
und wieder zurueck, zu Hause, in Bangkok.
Endlich wieder beim Kaeffchen Bangkok Post lesen, wieder Grossstadtluft riechen, nicht wissen, mit welcher Sehenswuerdigkeit man anfangen soll und und und...
Heute besuchen wir die Waldorfschule Bangkok, unser "Vorstellungsgespraech", fuer das wir uns gestern erstmal eingekleidet haben, steht an. In unseren Drecksklamotten haetten wir keinem gegenuebertreten koennen, der uns einen Job geben wird. So sind wir jetzt voller Spannung und Hoffnung und ab um 3pm gehts los.
Eure Semi-thais!
Samstag, 3. November 2007
Donnerstag, 1. November 2007
weiter gehts nicht!
Ein Lied über Wünsche, Träume und Ziele vor Augen...
lasst uns unsere Ziele nicht vergessen...
"Wir legen ab und fahr'n nach Singapur
Mit 'nem Schiff aus schäbigem Holz
Auch wenn der Wind uns das Segel zerreißt
Wir müssen weiter, immer weiter, was soll's
Der Heizer aus China will nach Hause
Bläst der Wind nicht kriegt er viel zu tun
Unsere Weisheiten jagt er durch die Dampfmaschine
Ist gegen Pocken und Pest immun
Der Schiffskoch gebor'n in Sizilien
Hat längst die Weltrezeptur erkannt
Segelnd über die Meere
Trägt er die Botschaft in ein fernes Land
Der Steuermann nennt sich Napoleon
Gespalten brüllt er in die Nacht
Kommt er müde aus der Schlacht wieder zu sich
Wird das Steuer mit 'nem Strick fest gemacht
Und das Kommando führt ein deutscher Kapitän
Sein linkes Bein hat er im Krieg verlor'n
Lange schon keine Heimat mehr
Er will in Singapur ein Leben von vorn
Von der Segelspitze bis zum Kiel
Auf diesem Schiff haben alle dasselbe Ziel
All unsere Träume und fernen Gedanken
Fallen in der Nacht mit dem Regen
Auf hölzerne Planken
Wir legen ab und fahr'n nach Singapur
Mit 'nem Schiff aus schäbigem Holz
Auch wenn der Wind uns das Segel zerreißt
Wir müssen weiter, immer weiter, was soll's..."
Mit besten Gruessen aus Singapur!
S.
...und verdammt, ist das teuer hier!
lasst uns unsere Ziele nicht vergessen...
"Wir legen ab und fahr'n nach Singapur
Mit 'nem Schiff aus schäbigem Holz
Auch wenn der Wind uns das Segel zerreißt
Wir müssen weiter, immer weiter, was soll's
Der Heizer aus China will nach Hause
Bläst der Wind nicht kriegt er viel zu tun
Unsere Weisheiten jagt er durch die Dampfmaschine
Ist gegen Pocken und Pest immun
Der Schiffskoch gebor'n in Sizilien
Hat längst die Weltrezeptur erkannt
Segelnd über die Meere
Trägt er die Botschaft in ein fernes Land
Der Steuermann nennt sich Napoleon
Gespalten brüllt er in die Nacht
Kommt er müde aus der Schlacht wieder zu sich
Wird das Steuer mit 'nem Strick fest gemacht
Und das Kommando führt ein deutscher Kapitän
Sein linkes Bein hat er im Krieg verlor'n
Lange schon keine Heimat mehr
Er will in Singapur ein Leben von vorn
Von der Segelspitze bis zum Kiel
Auf diesem Schiff haben alle dasselbe Ziel
All unsere Träume und fernen Gedanken
Fallen in der Nacht mit dem Regen
Auf hölzerne Planken
Wir legen ab und fahr'n nach Singapur
Mit 'nem Schiff aus schäbigem Holz
Auch wenn der Wind uns das Segel zerreißt
Wir müssen weiter, immer weiter, was soll's..."
Mit besten Gruessen aus Singapur!
S.
...und verdammt, ist das teuer hier!
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